Gravel Bike

Gravelbike- Abseits der Straße

Das Gravelbike (Gravel = Schotter, Kies) ist ein Feldweg-taugliches Rennrad. Es besitzt eine breitere Bereifung und einen größeren Radstand als ein reines Straßen-Rennrad, und es erlaubt ein aufrechteres, komfortableres Fahren als das eng verwandte Cyclocross-Bike. Das Gravelbike sieht sich also nicht als reines Sportrad, sondern als Allround-Rennrad für den Weg zur Arbeit und für ausgedehnte Touren sowohl auf Asphalt als auch abseits der Straße. Mit einer guten Portion moderner Technik unter dem Sattel ist das Gravelbike die perfekte Lösung für alle Rennradfans, die einen modernen Alleskönner wie das Trekkingrad suchen, die aber auf ihr geliebtes Rennrad-Feeling nicht verzichten möchten. Wir verraten Dir, worauf Du beim Kauf Deines neuen Gravelbikes achten solltest.

Rennrad      Cyclocross

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Was ist ein Gravelbike?

Das Gravelbike ist ein noch recht junger Vertreter der Rennrad-Familie, zu der neben den klassischen Straßenrennrädern auch die Cyclocross-Räder gehören. Das Gravelbike schließt mit seinem sportlichen Komfort die Lücke zwischen Rennrad und Cyclocross (CX).

Typische Merkmale des Gravelbikes:

  • Rennradlenker
  • Breitere Reifen als ein Rennrad (28 bis 40 mm)
  • Profilierte Reifen, aber nicht so grobstollig wie bei CX oder Mountainbike
  • Tourengerechte Rahmengeometrie zwischen Rennrad und Cyclocross
  • Aufrechteres, bequemeres Fahren als beim Rennrad
  • Das Tretlager sitzt tiefer als beim CX (stabiles Fahren, weil tieferer Schwerpunkt)
  • Der Radstand ist größer als beim Rennrad (stabiles Fahren, hohe Spurtreue)
  • Wie das Rennrad und das CX verzichtet auch das Gravelbike auf jegliche Federung

Das Gravelbike zeichnet sich trotz fehlender Federgabel durch ein komfortables Fahren mit ruhigem Lauf aus. Mit den etwas schmaleren und weniger profilierten Reifen bist Du schneller unterwegs als mit einem Cyclocross-Rad und brauchst im Unterschied zum reinen Straßenrennrad keinen Bogen um Waldwege und Feldwege zu machen.

Welchen Rahmen hat ein Gravelbike?

Ob als Damen-Modell oder Herren-Modell: Das Gravelbike ist ein Bike für Touren und längere Fahrten zur Arbeit, nicht aber für technische anspruchsvolle Parcours. Es muss also nicht besonders wendig sein, sondern hauptsächlich eine zügig-ruhige und komfortable Fahrt ermöglichen. Viele Gravelbikes besitzen einen verlängerten Hinterbau, wodurch ein großer Radstand und somit eine hohe Fahrstabilität erreicht wird. Die Rahmengeometrie (Diamant-Rahmen mit etwas abfallendem Oberrohr) ähnelt sehr der eines Endurance-Rennrades, das ja ebenfalls sehr viel Wert auf Komfort legt. Die häufigsten Gravelbike-Rahmenmaterialien sind wie bei den Rennrädern Carbon und Aluminium. Aber auch Stahlrahmen werden im Gravelbike-Segment verwendet: Hierbei handelt es sich um Rahmen aus dünnwandigen Stahllegierungen, die leichter sind als herkömmliche Stahlrahmen, aber genauso robust.

Welche Schaltungen und Bremsen werden bei Gravelbikes verwendet?

Als noch junge Fahrradgattung verfügen die Gravelbikes von Cube, Trek, Bulls und anderen namhaften Herstellern über modernste Technik-Komponenten. Die mit Abstand am häufigsten verwendeten Bremsen sind die Scheibenbremsen. Denn ihre Bremsleistung ist auch bei Nässe hervorragend und jederzeit gut dosierbar, was speziell in unebenem, rutschigem Gelände ein Plus an Sicherheit bietet.

Beim Gravelbike-Antrieb kommen robuste Schaltungen mit 11 Gängen (1 Kettenblatt) oder mit etwa 20 Gängen (2 Kettenblätter) zum Einsatz. Verwendet werden beispielsweise die Rival-1-Gruppe von SRAM mit einem Kettenblatt oder die widerstandsfähige 105er-Gruppe von Shimano mit einer Kettenblattkombination von 50 und 34 Zähnen (zum Vergleich: Rennrad oft 52/36 und Cyclocross oft 46/36).

Gravelbike, Rennrad, Cyclocross: Wo liegen die Hauptunterschiede?

Die baulichen Hauptunterschiede (Rahmengeometrie, Antrieb, Bereifung) werden ganz eindeutig durch die verschiedenen Einsatzzwecke definiert. Während ein sportliches Rennrad mit seinen dünnen, nahezu profillosen Reifen, seiner Übersetzung und seiner Leichtbauweise allein auf Road-Speed ausgelegt ist, ist das Race-Cyclocross besonders robust und wendig, in der Ebene dafür aber langsamer. Das Gravelbike ist am ehesten mit dem Endurance-Rennrad verwandt, weil es insbesondere für lange Touren ausgelegt ist. Im Unterschied zum Endurance-Rennrad kann es dabei aber jederzeit auch mal die Straße verlassen und eine abenteuerträchtige Abkürzung durch den Wald nehmen.

Für welchen Einsatzzweck und Fahrertyp ist das Gravelbike besonders geeignet?

Das Gravelbike ist ein komfortables Rennrad für die Straße und für den gemäßigten Offroad-Einsatz. Mit seinen breiteren Reifen und optionalen Anbauteilen wie Schutzblechen und Gepäckträger ist es zwar nicht ganz so leicht und schnell wie ein klassisches Rennrad, dafür ist es aber ein echter Allrounder. Ganz klar: Du willst mit einem Gravelbike weder ein Straßenrennen noch ein Cyclocross-Rennen gewinnen, sondern einfach sportlich-bequem jeden Tag Rennrad fahren, ohne dabei auf jedes Schlagloch achten zu müssen.

Das Gravelbike ist die richtige Wahl für Dich, wenn Du…:

  • …ein Rennradfan und gleichzeitig ein Offroad-Fan bist.
  • …ein alltagstaugliches Rennrad für jede Jahreszeit und jedes Wetter suchst.
  • …ein Trekkingbike als zu schwer, zu unsportlich und zu träge einstufst.
  • …schneller auf Wald- und Feldwegen unterwegs sein willst als mit einem MTB.
  • …lange Touren fahren willst oder ein begeisterter Rad-Pendler bist.