Citybike

Mit dem Citybike bequem durch die Stadt

Ein Citybike (Stadtfahrrad) für Damen oder Herren ist die vielleicht lockerste Art, im Stadtverkehr entspannt von A nach B zu kommen. Mit Deinem Citybike bist Du in der Innenstadt sogar oft schneller unterwegs als mit dem Auto. Das City-Rad ist zudem umweltfreundlich, verkehrssicher dank seiner StVZO-konformen Ausstattung und mit seinem breiten Sattel angenehm zu fahren. Doch vor allem ist es praktisch: ein Gepäckträger oder Korb für Deine Einkäufe, dazu eine unempfindliche Nabenschaltung und breite Reifen für besten Fahrkomfort. Und nicht zuletzt ist ein Citybike ein modisches Statement! Entscheide Dich für ein lässiges Hollandrad, für einen Retro-Citycruiser in Mintgrün oder Altrosa (ja, Pastelltöne sind schwer angesagt) oder – wenn Du es flott magst – für ein E Bike oder sportliches Urban Bike.

 

Urban Bike         Singlespeed / Fixie

Welche Merkmale hat ein Fahrrad für die City?

Ein Citybike ist so konzipiert, dass es Dir jederzeit ein bequemer und zuverlässiger Begleiter bei Deinen Einkäufen, Deiner Fahrt zur Arbeit oder bei entspannten Touren durch die Stadt ist. Dadurch unterscheidet es sich auch von seinem engsten Verwandten, dem Urbanbike. Denn das Urbanbike ist deutlich sportlicher ausgelegt, es hat schmalere Reifen und sehr häufig dann auch keine StVZO-konforme Ausstattung.

Das Citybike besitzt folgende Eigenschaften:

  • Es ist StVZO-konform: Ein modernes Citybike verfügt über Schutzblech, Klingel und eine Lichtanlage (häufig mit Nabendynamo), die Dich als Radfahrer in der Stadt auch in schlecht beleuchteten Straßen für andere Verkehrsteilnehmer jederzeit gut sichtbar macht
  • Das Cityrad ist robust und wartungsarm: Zwar gibt es auch Stadt-Fahrräder mit Kettenschaltungen, aber die meisten Citybikes haben eine wartungsarme Nabenschaltung mit 3 bis 11 Gängen, die gut gegen Stöße und Schmutz geschützt ist
  • Das Citybike ist bequem: Ein breiter und weicher Sattel (eventuell mit Sattelfederung), ein Fahrradrahmen mit tiefem Einstieg und einer Rahmengeometrie, die aufrechtes Sitzen fördert – was kann man in Sachen Radfahr-Komfort mehr erwarten?
  • Das Citybike gibt es auch als E-Bike: Wenn du in einer hügeligen Gegend wohnst oder ohne viel Kraftaufwand zügig vorankommen willst, kannst Du mit der Unterstützung eines Elektromotors durch den Stadtverkehr radeln

 

Welchen Rahmen hat ein Citybike, und welche Rahmengröße nehme ich?

Aluminium ist bei den Citybike-Rahmen das Nonplusultra. Hier und da werden zwar neue Cityräder mit Stahlrahmen angeboten, aber Aluminium hat dank seines geringen Gewichts und seiner Unempfindlichkeit gegen Stöße (z.B. bei Bordsteinen) als Rahmenmaterial für Cityräder eindeutig die Nase vorn.

Bei der Rahmengeometrie wird auch bei Citybikes zwischen Rädern für Damen (Trapezrahmen) und Rädern für Herren (Diamantrahmen) unterschieden. Doch gerade bei den Citybikes, die ja vor allem praktisch sein sollen, sind Easy-Boarding-Rahmen mit sehr tiefem Einstieg beliebt. Und das inzwischen nicht mehr nur bei Frauen oder bei Senioren, sondern generell bei allen, die es unkompliziert mögen. Die Distanz zwischen Sattelstütze und Lenker ist übrigens geringer als bei sportlichen Rädern, wodurch ein aufrechtes, bequemes Fahren ermöglicht wird. Für die Auswahl Deiner optimalen Rahmengröße gibst Du einfach Deine Körpergröße an und bestimmst Deine Schrittlänge.

 

Warum haben die meisten City-Fahrräder eine Nabenschaltung?

Nabenschaltungen, zum Beispiel von Shimano oder SRAM, bieten bei Cityrädern im Vergleich zu Kettenschaltungen einige wesentliche Vorteile:

  • Alle Komponenten sind abgedeckt und somit sehr gut vor Verschmutzung geschützt.
  • Bei modernen Nabenschaltungen schaltest Du am Lenker mit einem Drehgriff – das ist praktisch und intuitiv.
  • Du kannst eine Nabenschaltung auch im Stand schalten, z.B. an der Ampel.
  • Eine Nabenschaltung ist wartungsarm, d.h. sie verrichtet in aller Regel viele Jahre zuverlässig und ohne Einbußen ihren Dienst.
  • Kettenschaltungen verfügen generell über mehr Gänge als eine Nabenschaltung, was bei steilen Anstiegen natürlich von großem Vorteil ist. Aber: Wie viele hohe Berge findest Du in Deiner Stadt? Und für den Stadthügel reicht die Nabenschaltung mehr als aus.

Was ist zu beachten, wenn ich einen Kindersitz am Stadtfahrrad anbringen will?

Kindersitze am Cityrad sind eine Alternative zu den beliebten Anhängern. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) empfiehlt Heckträger – das sind Kindersitze, bei denen das Kind hinter dem Fahrer sitzt. Besonders wichtig bei Kindersitzen ist natürlich die maximale Sicherheit für das Kind. Diese wird nicht nur durch einen hochwertigen Kindersitz gefördert, sondern auch durch ein Cityrad mit kindgerechten Merkmalen.

Besonders wichtig: Kaufe ein Cityrad mit tiefem Ausstieg. Außerdem darf das Fahrrad keine Angriffsflächen bieten, in denen sich das Kind die Hände quetschen oder mit den Füßen verfangen könnte. Daher solltest Du bei einem gefederten Sattel die Federn unbedingt abdecken. Gleiches gilt für die Speichen der Laufräder.

 

Welche Bremsen, Laufräder und Reifen hat ein Citybike?

Citybikes haben in der Regel 28 Zoll große Laufräder. Aber auch 26 Zoll große Laufräder sind recht häufig zu sehen. Meistens handelt es sich dabei um Citybikes für Damen oder um Cruiser, die mit ihrer unverwechselbaren Rahmenform und ihren dicken Reifen ursprünglich für den Strand entworfen wurden. Stichwort „Dicke Reifen“: Dein Citybike fährst Du mit dickeren Reifen als Dein Trekkingbike. Denn dickere Reifen federn besser als dünnere, sie sind also komfortabler zu fahren – und ihnen machen Schlaglöcher wenig aus. Die ganz breiten Reifen heißen übrigens Ballonreifen.

Bei den Bremsen Deines Citybikes kannst Du zwischen Scheibenbremsen und Felgenbremsen wählen. Felgenbremsen sind günstiger, aber mit den modernen Scheibenbremsen kommst du schneller zum Stehen, falls es im Stadtverkehr mal etwas enger zugehen sollte. Im Gegensatz zu Trekkingrädern oder Rennrädern ist bei den Citybikes auch die Rücktrittbremse durchaus noch üblich und gefragt.

Fazit: Die wichtigsten Punkte beim Kauf eines Cityrades

Unabhängig davon, ob Du Dein neues Citybike als „Lastesel“ oder zum entspannten Cruisen verwendet willst, solltest Du beim Kauf vor allem folgende Punkte im Blick haben:

  • Sattel: Der Sattel eines Cityrades ist breiter als bei sportlichen Rädern und auch weicher (häufig mit Federung oder mit Gel-Kissen).
  • Der Lenker ist relativ hoch, breit und etwas geschwungen, so dass sich Deine Arme und Hände beim Fahren in einer entspannten Haltung befinden.
  • Citybikes mit Herrenrahmen sind etwas sportlicher, Citybikes mit sehr tiefem Oberrohr (z.B. beim Hollandrad) sind aber praktischer und machen den Ein- und Ausstieg sicherer.
  • Viele Cityräder besitzen zum Schutz Deiner Kleidung neben Schutzblechen auch eine Kettenabdeckung.
  • Außer dem Gepäckträger, der Beleuchtung, der Klingel und den Schutzblechen gehören zum „Rundum-sorglos-Paket“ bei einem Cityrad noch ein Rahmen aus Aluminium, eine Nabenschaltung, breite Reifen mit Pannenschutz, ein einstellbarer Vorbau und ein stabiler Seitenständer.
  • Zubehör: Ein guter Fahrradhelm gehört zur Grundausstattung, insbesondere im Stadtverkehr; außerdem unbedingt empfehlenswert in der City: ein stabiles Fahrradschloss!
  • Ein gutes Citybike ist bereits relativ günstig zu haben; meide daher Billigräder, bei denen sehr häufig qualitativ minderwertige Komponenten verwendet werden.